Silvester: Rückblick auf das (Lese-) Jahr 2012

1557_NewYear_30Bald ist es vorbei, das Jahr 2012. Wie immer in den letzten Jahren ging das wieder einmal ziemlich schnell, aber das scheint bei zunehmendem Alter ja normal zu sein…😳
Mal abgesehen von Bücherbezogenem habe ich in diesem Jahr am meisten genossen, dass ich auch während der Woche zu Hause sein konnte und nicht 250 km davon entfernt. In beruflicher Hinsicht war das Jahr 2012 allgemein ein gutes Jahr, weil ich nach langer Zeit einmal wieder genau das gemacht habe, was ich mag und was mir am Herzen liegt. Kein Tag, an dem ich mit Bauchschmerzen der Arbeit entgegen gesehen habe oder wenn sie vorbei war, nicht abschalten konnte. Das war schon sehr schön! Genau genommen könnte dies nur noch von einer einzigen Sache getoppt werden…aber gut, man kann ja bekanntlich nicht alles haben…das Glück, den Sonnenschein. Als Kind habe ich immer verstanden „das glückt dem Sonnenschein“ und dachte, der einzige, der alles auf einmal hinkriegt, ist der Sonnenschein. Und das erinnert mich jetzt wiederum an Axel Hackes geniales Buch Der weisse Neger Wumbaba (& hier), in dem er Lied-Verhörer von Leuten sammelt. Der weiße Neger WumbabaDas ist zum Schießen, nicht nur das Verhören, sondern auch das Bemühen, dem was man verstanden hat, einen Sinn zu geben.

Wie entspannt ich dieses Jahr wirklich bin, merke ich daran, wie gut ich bisher den Winter überstanden habe (…der Winter ist der natürliche Feind des reading buddy) und habe kürzlich voller Staunen realisiert, dass wir den kürzesten Tag (den 21. Dezember) schon hinter uns haben. Jetzt geht’s sowieso wieder aufwärts. Aber jetzt mal genug geschwafelt und auf das Wesentliche konzentriert hier. Was das sein soll? Ist doch logisch, oder? Bücher natürlich. Den tiefsten Eindruck haben rückblickend in diesem Jahr die folgenden Titel bei mir hinterlassen:

Bücher-Highlights

Die Herlichkeit des LebensDie Herrlichkeit des Lebens von Michael Kumpfmüller
Wenn mich Franz Kafka bisher auch noch nicht als Schriftsteller um den Finger wickeln kann – es bleibt eine schwierige Beziehung – dann hat es dieses fiktive journalartige Buch definitiv geschafft, mir ihn als Mensch und auch als Autor näher zu bringen. Natürlich durch die Liiiiebe, wodurch sonst? Make love not war!

Irgendwann werden wir uns alles erzählenIrgendwann werden wir uns alles erzählen von Daniela Krien war für mich ein absoluter Überraschungstreffer in diesem Jahr. Das Debut der Autorin ist, finde ich, der ganz große Wurf. Sinnlich erzählt und so packend, dass man es nicht weglegen kann. Thema: auch Liebe.

A Prayer For Owen MeanyA Prayer for Owen Meany von John Irving
Eines meiner All-Time-Favourites. Hat mich auch dieses Mal wieder zum Heulen gebracht. Ich weiß, komischer Qualitätsbeweis, aber verstehen tut man’s nur, wenn man es selbst liest. Und wenn man nicht mein Ehemann ist…

Ganz allgemein war für mich dieses Jahr Alberto Manguel die große Entdeckung. Tagebuch eines Lesers und auch Die Bibliothek bei Nacht waren jede Minute lesenswert und ich vermute ganz stark, dass das mit jedem anderen Buch von ihm genauso ist. Deswegen gibt es jetzt keine spezifische Buchempfehlung von mir, sondern den allgemeinen Lesetipp: Alberto Manguel lesen! Egal was. Buchliebhaber kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten und werden ihn sehr lieben.

Austausch

Der Austausch mit anderen Bloggern war in diesem Jahr für mich sehr schön und inspirierend. So habe ich meine allerersten Reading Challenges begonnen und, ich kann es immer noch nicht glauben, sogar erfolgreich absolviert. Dolce Bellezzas Japanese Literature Challenge 6 war eine Riesen-Bereicherung meines Lesejahres, auch wenn es bisher nur 2 Bücher geworden sind (im Januar folgt aber noch ein drittes). Am schönsten dabei fand ich, diese neue Literatur kennen zu lernen, die ihre ganz eigenen Regeln und Merkmale hat und von der Erfahrung anderer zu profitieren, die im Gegensatz zu mir schon „alte Hasen“ sind was japanische Literatur betrifft.

Ebenfalls eine tolle Challenge war die Let’s read it in English…once more! Challenge, die ich ja schon upgewrappt (?) habe. Etwas HarryPotter-lastig war sie zugegebenermaßen. Mir hat es aber einen riesigen Spaß gemacht, mal wieder mehr englische Bücher zu lesen. Liebe Books & Senses, meinen Wunsch hast du ja schon erfüllt und ein revival im nächsten Jahr angekündigt. Da bin ich natürlich gerne wieder mit dabei.

Im neuen Jahr freue ich mich außerdem schon sehr auf die Classic Children’s Literature Challenge von Simpler Pastimes, die sofort schon im Januar stattfindet.

Ja und dann ist da natürlich noch meine Persönliche Erkenntnis des Jahres…

Johann Wolfgang von Goethe

 

Muuaaaaahhhhh … hähähä … wisst ihr Bescheid! 😆

Four-leaf_and_five-leaf_clovers_01

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Ausklang des alten Jahres und je nach Laune einen ruhigen und entspannten oder einen fetzigen und glamourösen Übergang in das neue Jahr 2013!
Ich freue mich schon, wenn wir uns im nächsten Jahr wiedersehenlesen.

4 thoughts on “Silvester: Rückblick auf das (Lese-) Jahr 2012

  1. Also der YouTube Track zu „Der weisse Neger Wumbaba“ müsste von Rechtswegen mit einer Gesundheitswarnung kommen – ich glaub ich hab morgen Muskelkater vom Lachen. Das Buch kommt auf jeden Fall auf meine to-read liste für 2013, damit habe ich dann schon den ersten Autor für meinen Neujahrsvorsatz.

    Bei diesem Stichwort: Wünsche ein frohes neues Jahr!

    • Vielen Dank Gerd, ein frohes neues Jahr mit vielen schönen Leseerfahrungen, das wünsche ich dir auch!

      Du hast völlig Recht! Ich hab‘ schon so gelacht, als ich das Buch damals „nur“ gelesen habe, aber es auch noch vorgelesen zu bekommen, das ist schon grenzwertig für die Lachmuskeln! ^^

      Deinen Vorsatz, in diesem Jahr verstärkt Bücher von deutschen Autoren zu lesen, finde ich klasse. In der Fülle des Bücherangebots geht das bei mir leider auch immer sehr unter.

  2. A prayer for Owen Meany wird dieses Jahr auch auf meiner Liste stehen. Gut zu wissen, dass es ein Favorit ist! Fuer mich ist der Heulfalktor eines Buches uebrigens auch ein Qualitaetsbeweis. Musste ueber deinen Kommentar dazu aber sehr grinsn, mein Freund kann das naemlich auch nicht ganz nachvollziehen. :p

    • Hallo Mila, ich muss sagen, das beruhigt mich jetzt ein bisschen.🙂
      Toll, dass du Owen Meany noch vor dir hast, ich freu mich schon darauf zu lesen, wie es dir gefallen hat. Bei dem Buch scheinen sich die Geister in zwei Lager zu spalten. Entweder die Leute lieben es oder sie finden es ganz furchtbar, dazwischen gibt es offenbar nix. Ich hoffe, dass du zur 1. Kategorie gehörst – dann macht ja auch das Lesen mehr Spaß! ^^

Ich freue mich sehr über eure Gedanken und euer Feedback! :)

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