Verhängnisvoller Bücherflohmarkt – Teil I

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit findet in unserer Stadt an einem der Adventssamstage auf dem Marktplatz ein Christkindlmarkt statt, dessen Erlös zu Gunsten einer örtlichen Einrichtung für behinderte Menschen gespendet wird. Meine alljährliche Attraktion dort ist ein großer Stand mit Second-Hand Büchern. Die Auswahl ist in jedem Jahr phantastisch, weit abseits des allgemeinen Konsalik- und Will-Heinrich-Krams, den man oft auf Büchertrödeln findet. Für diese werden ja gerne die Regale mit den Buchclub-Schätzchen aus den 70er Jahren geplündert. Pfi pfi pfi ^^

Im letzten Jahr habe ich zufällig entdeckt, ob zum Glück oder Pech lass ich jetzt mal dahingestellt, dass die Standbetreiber vor dem eigentlichen Christkindlmarkt schon einen Vorverkauf im November veranstalten – sprich: Dort gibt’s die besten Bücher, bevor sie nachher alle weg sind. Diesmal war das für mich allerdings ziemlich verhängnisvoll, denn schon allein bei den englischen Büchern hatte ich nach dem ersten Durchsehen einen kompletten (großen!) Karton Bücher beisammen, die alle interessant schienen. Da ich allerdings, wären alle diese Bücher tatsächlich mit mir nach Hause gekommen, ebenfalls diverse neue Bücherregale hätte kaufen müssen, die dann allerdings keinen Platz mehr in unserer eh schon bücherüberladenen Wohnung gefunden hätten, habe ich diese Vorauswahl noch einmal einem strengen Aussiebungsverfahren unterzogen.

Übrig geblieben sind dann diese Schätze, die ich euch gerne in mehreren Etappen vorstelle:

The Philosophy of Speech sieht aus wie ein alter Schinken, ist es auch, aber als Sprachwissenschaftsjunkie konnte ich hieran natürlich nicht vorbei gehen. Der Verfasser heißt/hieß George Willis, eine Verwandtschaft zu einem lebenden Schauspieler schließe ich jetzt mal aus und hoffe dass beim Lesen auch Die Hard nicht das Motto werden wird unter das man das Leseerlebnis fassen kann.

Von A Short History of Nearly Everything habe ich schon einmal berichtet. Hellauf begeistert war ich damals, dass der geistreiche und unglaublich witzige Bill Bryson in der Lage war, auch mir naturwissenschaftlichem Totalausfall etwas über unsere Erde und ihre Entstehung zu erzählen, das ich sogar größtenteils verstanden habe. Damals hatte ich das Buch in gebundener Version und in deutscher Sprache ausgeliehen, jetzt habe ich es zumindest schon mal in der Originalversion in der Taschenausgabe bei mir. Lieber wäre mir natürlich noch die gebundene Ausgabe, die mit vielen Illustrationen und Fotos ausgestattet ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Das dritte Buch auf dem Foto heißt What the Dog Saw (and other adventures) geschrieben von Malcolm Gladwell. Beim Lesen des Backcovers musste ich schon sehr schmunzeln. Es handelt sich um eine Sammlung von Arbeiten, die Gladwell für The New Yorker geschrieben hat. In ihnen stellt er sich Fragen wie „What is the difference between choking and panicking?“ oder „What does hair dye tell us about the history of the twentieth century?“.

Wie geht es Euch mit Bücherflohmärkten? Könnt ihr ungerührt an ihnen vorbeigehen oder müsst ihr anschließend auch anbauen? Habt ihr schon einmal einen tollen Fund gemacht oder ein super Schnäppchen ergattert? Habt ihr ein Buch gefunden, was ihr schon seit Ewigkeiten haben wolltet? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Erlebnisse mit Büchertrödeln!

Ich freue mich sehr über eure Gedanken und euer Feedback! :)

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