Rügensommer – Lena Johannson

Ich habe nun endgültig die Lesezeit für leichte Sommerlektüre eingeläutet (trotz des mauen Wetters, das mal wieder überhaupt nicht mitspielt!) und der erste Roman, der in diese Kategorie fällt ist Rügensommer von Lena Johannson. Es handelt sich hierbei um einen leichten Ostseeroman, bereits der zweite nach Dünenmond, den die Autorin geschrieben hat. Vor diesen beiden Büchern hat sich Lena Johannson mit ihren Romanen Das Marzipanmädchen, Die Bernsteinsammlerin, Die Bernsteinheilerin und Die Braut des Pelzhändlers eher im historischen Genre getummelt.

Deike, junge Redakterin eines Szenemagazins in Frankfurt, soll ihren Arbeitsplatz gegen „eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Deutschen“ eintauschen. Als ihr Chef dies vorschlägt, denkt Deike an die langen Strände und das mediterrane Lebensgefühl von Mallorca oder Ibiza. Die Wahrheit sieht dann jedoch anders aus: Ausgerechnet nach Rügen soll sie übersiedeln! Aus Deikes Sicht stranden auf dieser veschlafenen Insel nur wohlhabende Pensionäre. Nicht gerade die perfekte Partylocation.

Der erste Eindruck bestätigt sich auch prompt als Norbert (ihr Navigationssystem) zu streiken beginnt und Deike sich als erste Amtshandlung gründlich auf der Insel verirrt. Nicht genug damit ist ihr neuer Nachbar Hannes alles andere als zugänglich, ein richtiger Spießer. Ihre Musik soll sie leiser drehen, ihr Auto bitteschön auf den richtigen Parkplatz stellen…all das trägt anfangs nicht gerade zu einem entspannten nachbarschaftlichen Verhältnis bei. Erst als Natty, Deikes ältere Schwester, sie auf Rügen besucht, öffnen sich ihre Augen nach und nach für die idyllische Landschaft der Insel und auch Hannes scheint Natty viel besser im Griff zu haben als sie selbst.

Für den gegebenen Anlass (leichte Lektüre für zwischendurch) ist Rügensommer genau das richtige Buch. Die Charaktere hätte ich mir ein bisschen runder gewünscht und die Handlung um einige raffinierte Wendungen reicher. Alles in allem aber habe ich mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt, was wahrscheinlich nicht zuletzt auch an dem Seebadfeeling liegen dürfte, das das Buch vermittelt (Settings mit Nähe zum Wasser gehen bei mir ja immer). In meine persönlichen Annalen der lebensverändernden Bücher wird es der Roman zwar nicht schaffen, aber ich bereue es auch keineswegs, ihn gelesen zu haben.

Ich freue mich sehr über eure Gedanken und euer Feedback! :)

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