Die Buchhandlung – Penelope Fitzgerald

Die Buchhandlung, von der hier die Rede ist, befindet sich im Jahr 1959 in England, genauer gesagt in dem kleinen Ort Hardborough direkt am Meer. Die vor vielen Jahren der Liebe zu ihrem Ehemann wegen aus London zugezogene Florence Green plant in dem abgelegenen Dörfchen ein Buchgeschäft zu eröffnen. Dieses Vorhaben gestaltet sich jedoch schwieriger als erwartet. Zuerst muss das vorgesehene Ladenlokal renoviert und im wahrsten Sinne des Wortes „trockengelegt“ werden – die Nähe zum Wasser hat seinen Tribut gefordert. Dann will die örtliche Bank von der Finanzierungswürdigkeit des Unternehmens überzeugt werden. Auch muss über den zu verkaufenden Buchbestand entschieden werden (ist Nabokovs Lolita nicht zu mondän für das ortsansässige Klientel?). Schließlich, als alle Hindernisse überwunden scheinen, treibt die selbsternannte Grand Dame des Ortes, Violet Gamart quer, der das Buchgeschäft ein Dorn im Auge ist, weil sie darin viel lieber ein Kulturzentrum eröffnen würde.

Was gibt es zu dem Roman zu sagen? Das ist auch schon exakt der Punkt – so richtig weiß ich das nämlich nicht. Abgesehen von einem witzigen da lakonischen Erzählton hat mich das Buch leider nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Das Motto der Erzählung ganz nach dem Motto „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ ist klar zu erkennen, aber meiner Meinung nach unspektakulär umgesetzt. Da wäre bestimmt mehr drin gewesen.

Der Klappentext lautet:

Penelope Fitzgerald ist eine genaue Beobachterin, die ihre Romanfiguren mit Sympathie, doch mit einem untrüglichen Blick für die großen und kleinen Schwächen zeichnet.

Dem stimme ich voll zu. Weiter heißt es:

Dabei steht sie in der Tradition der großen englischsprachigen Erzähler wie Jane Austen oder Henry James.

Diese Aussage finde ich allerdings ein wenig zu hoch gegriffen. Henry James‘ Romane kenne ich jetzt noch nicht so gut, als dass ich das beurteilen könnte, aber bei Jane Austen traue ich mir das schon zu. Ich habe jetzt zwar nicht ernsthaft überlegt, das Buch wegzulegen, aber die Unterhaltung und Spritzigkeit eines Jane Austen Romans habe ich bei der Lektüre von Die Buchhandlung nicht gefunden.

Allerdings möchte ich noch nicht aufgeben. Penelope Fitzgeralds wahrscheinlich populärster Roman, Die blaue Blume (engl. The blue flower), wurde 1997 mit dem National Book Critics Circle Award for Fiction ausgezeichnet. Das Buch thematisiert die Liebesbeziehung zwischen dem berühmten Schriftsteller und Philosophen der Frühromantik Friedrich von Hardenberg und Sophie von Kühn. Schon 1979 wurde ihr der renommierte Booker Prize für ihren Roman Offshore verliehen. Mit den beiden Büchern werde ich es auf jeden Fall noch einmal versuchen.

Ich freue mich sehr über eure Gedanken und euer Feedback! :)

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