Maisie Dobbs – Verzeihliche Lügen

Im zweiten Maisie-Dobbs-Fall hat es die in Psychologie geschulte Detektivin gleich mit zwei Fällen zu tun. Der erste Auftrag wird ihr von der Londoner Polizei übertragen. Sie soll ein dreizehnjähriges, des Mordes angeklagtes Mädchen dazu bringen, eine Aussage, besser noch ein Schuldgeständnis zu machen. Dem Mädchen Avril wird zur Last gelegt, sie habe ihren Onkel ermordet, bei dem sie in London wohnte. Maisies Instinkte sagen ihr jedoch nicht nur, dass es sich bei dem zwielichtigen Mann nicht um einen Onkel handelt sondern ebenfalls, dass das Mädchen den Mord nicht begangen hat.

Den zweiten Fall übernimmt Maisie auf Bitte ihres ehemaligen Arbeitgebers Lord Rowan. Einer seiner Freunde, der Jurist Sir Cecil Lawton, hat auf dem Sterbebett seiner Frau versprochen, dem im 1. Weltkrieg gefallenen Sohn Ralph zu finden. Lawtons Frau war davon überzeugt gewesen, dass ihr Sohn noch lebt. In ihrer Verzweiflung hat sie zu Lebzeiten Frauen konsultiert, die ihr Geld als Medien verdienen und wurde von diesen in ihrem Glauben bestärkt, dass ihr Sohn nicht tot sei. Cecil Lawton glaubt dies nicht, möchte aber sein letztes Versprechen gegenüber seiner Frau nicht brechen und engagiert deswegen Maisie, damit sie den Tod des Jungen beweist. Maisie, die bereits in der Vergangenheit gegen die betrügerischen Vorgehensweisen einiger Medien ermittelt hat, was schließlich dazu führte, dass aufgrund ihrer Zeugenaussage einige der Frauen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurden, setzt bei ihren Ermittlungen zunächst bei diesen Medien an und lernt dabei sehr unterschiedliche Personen kennen.

Zu den beiden Fällen gesellt sich noch ein dritter, nämlich als Maisies Freundin Priscilla sie bittet, den letzten Stationierungsort ihres im Krieg gefallenen Bruders Peter ausfindig zu machen. Im Laufe der Ermittlungen ahnt Maisie, dass wenigstens zwei der ihr übertragenen Fälle mehr miteinander zu tun haben, als sie auf den ersten Blick angenommen hat. Ihre Recherchen führen sie über London hinaus nach Frankreich. Dort muss sich Maisie, die im ersten Weltkrieg als Krankenschwester gearbeitet hat und dabei Unaussprechliches erlebt hat, auch ihrer eigenen, längst nicht abgeschlossenen Vergangenheit stellen.

Die Krimireihe um Maisie Dobbs steht in der Tradition des alten englischen Kriminalromans. Das Setting, England in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, gibt der Geschichte einen Handlungsrahmen, der, würde man ihn malen, sepiafarben daher käme. Dieser zweite Teil Verzeihliche Lügen spielt im Jahr 1930, zwischen den beiden Weltkriegen, als England wie andere Länder mitten in der Weltwirtschaftskrise steckt. Eine Seltenheit für die Zeit, über die erzählt wird, stellt die Hauptfigur Maisie Dobbs nicht nur deswegen dar,weil sie eine berufstätige Frau verkörpert, sondern dies auch noch in einem Beruf tut, der eindeutig eine Männerdomäne darstellte. Auf dem Klappentext steht:

Als wäre Miss Marple in einen Jungbrunnen gefallen

Das trifft’s genau!

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